Archiv für den Monat: November 2021

Realistisch in unwirkliche Welten: Die Malerei des Eckart Hahn

Trompe-l’oeil heißt auf deutsch Augentäuschung. In der Malerei dient sie dazu, durch eine extrem realistische Darstellung dem Auge die wahre Realität vorzugaukeln. In der Antike soll der Maler Zeuxis dadurch Vögel dazu verführt haben, an den von ihm gemalten Trauben zu picken, als seien es echte Früchte. Ein Meister dieser Malerei ist der Reutlinger Eckart Hahn, der allerdings damit nicht Realität vortäuschen, sondern ganz neue Realitäten schaffen will, wie eine Ausstellung mit neuen Werken in der Stuttgarter Galerie Schlichtenmaier zeigt.

  Red Rope, 2021 © Eckart Hahn

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Vielschichtige Natursemantik. Der Bildhauer Gianni Caravaggio im Kunstmuseum Reutlingen/konkret

Für Natur und Landschaft waren das 17. und 18. Jahrhundert eine Blütezeit, im 19. löste sich die Landschaftsdarstellung bereits in Sinneseindrücke auf, und im 20. ließen Abstraktion und Verfremdung wenig Raum für diese Motivik. Natur tauchte da eher materiell auf wie bei den Pollenarbeiten von Wolfgang Laib oder symbolisch wie das Thema Energie bei Joseph Beuys. Für den Bildhauer Gianni Caravaggio ist das Naturerleben zwar ein zentraler Teil seines Lebens, doch versucht er gar nicht erst, Landschaft und Natur abbildend darzustellen, vielmehr will er im Betrachter Assoziationen an eigene Naturerlebnisse wachrufen.

Als Natur jung war, 2021 © Gianni Caravaggio

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