Archiv für den Monat: Dezember 2019

Die Offenbarung in der Musik: Le Nozze di Figaro an der Oper Stuttgart

Da sei schon die Revolution am Werk gewesen, meinte Napoleon, bereits im Exil auf St. Helena, über die Komödie Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit von Beaumarchais, schließlich erheben sich darin die Untergebenen eines Adligen gegen dessen Wunsch, ererbte Privilegien durchzusetzen. Wohl kaum ein anderer Komponist als Mozart hätte es gewagt, diese Komödie kurz nach ihrer Uraufführung zu einer Oper zu machen, zumal Beaumarchais‘ Stück in Wien nicht aufgeführt werden durfte. Librettist Lorenzo Da Ponte entschärfte zwar die Brisanz, aber Mozart brachte sie allein durch seine Musik wieder hinein, so der Komponist Hanns Eisler im 20. Jahrhundert. Eine Neuproduktion an der Stuttgarter Oper demonstriert das hinlänglich.

Esther Dierkes (Susanna) und Michael Nagl (Figaro), im Hintergrund: Sarah-Jane Brandon (Gräfin). Foto: Martin Sigmund

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Vom Inhalt beim Tanz. Creations I-III beim Stuttgarter Ballett

Die Keimzelle zu einer neuen Choreographie kann alles sein: eine Zeile in der Zeitung, eine kleine Begebenheit auf der Straße, ein kurzes Musikstück, vielleicht nur ein Klang. Doch welche Funktion haben solche auslösenden Elemente für das vollendete Stück? Sind sie nur Reminiszenz für den Choreographen, oder sind sind sie von zentraler Bedeutung für das Verständnis beim Zuschauer? Drei neue Choreographien am Stuttgarter Ballett entpuppen sich als höchst unterschiedliche Fallstudien zu diesem Thema: Creations I-III.

Elisa Badenes © Stuttgarter Ballett

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