Archiv für den Monat: März 2026

Spiel und Ernst: „Elektronische Lebensphilosophie“ von Walter Giers im Museum Ritter

Wenn jemand Industriedesign studiert hat, kann er die Welt verändern, indem er sie schöner oder bequemer zugänglich macht – oder er kann mithilfe der Technik die Fantasie anregen. Der 1937 geborene und 2016 verstorbene Walter Giers hat in seinem Leben beides gemacht. In Schwäbisch Gmünd hat er mit seinem Büro Form und Funktion für den Alltag zu vereinen versucht, am Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe hat er seine Erkenntnisse Studenten vermittelt – und diese Erkenntnisse hatte er durch seine wissenschaftliche Analyse, vor allem aber durch seine künstlerische Arbeit gewonnen, denn Giers hat seit den 60er Jahren Objekte entwickelt, die vor allem mit Klang und Licht arbeiteten und den Betrachter als Mitstreiter aktivieren. Das Museum Ritter zeigt einen Überblick über sein Schaffen, in dem die Grenze zwischen technischer Konstruktion und kreativer Fantasie spielerisch nivelliert wird. Es ist eine Kunst, die zum Nachdenken anregt und zum Schmunzeln inspiriert.

 Zweimal Ich, 1994 © Nachlass Walter Giers. Foto: Horst Simschek

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