Gläser, Blumen, Essbesteck und Teller haben Maler bereits in der Antike fasziniert. Damit demonstrierten die Maler ihre Kunstfertigkeit und schufen zugleich symbolische Bilder zum Verhältnis von Realität und Kunst. Zu einem eigenständigen Genre aber wurden dieser Motivbereich erst im 17. Jahrhundert vor allem in Flandern. Da präsentierte man dem Betrachter Dinge, die ihm vertraut waren, sofern er einer gehobenen Gesellschaftsschicht angehörte, so naturgetreu, dass er versucht war, nach ihnen zu greifen – wie bereits in der Antike, als der Sage nach Vögel nach gemalten Weintrauben zu picken versuchten. An diese Maltradition fühlt man sich in der Ausstellung von Vera Mercer in der Galerie Schlichtenmaier in Dätzingen erinnert.
Bilder des Lebens: Fotografien von Vera Mercer
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