Spurensicherung nannte man in den 70er Jahren eine Form der Konzeptkunst, bei der die Künstler wie Archäologen oder Soziologen vorgingen. So arbeitete Christian Boltanski – bezeichnenderweise Bruder eines Soziologen – in Installationen seine Kindheit mithilfe von Erinnerungsstücken auf, Nikolaus Lang sammelte Hunderte von Gegenständen eine bayrischen Familie. Aber schon Jahrzehnte davor hatte ein Künstler in Villingen-Schwenningen (damals noch Schwenningen) eine Spurensuche künstlerischer Art entwickelt: Felix Schlenker, zu dessen 100. Geburtstag die Städtische Galerie in seiner Heimatstadt eine Ausstellung zeigt.