Jeder Künstler hat sich wohl irgendwann einmal mit dem eigenen Körper beschäftigt und selbst porträtiert, keiner wohl so oft wie Rembrandt, der sein Ich in allen Lebensaltern, Stimmungslagen und Befindlichkeiten festgehalten hat und dabei durch die äußere Haut in sein Inneres vorgestoßen ist. Mit einer ähnlichen Konsequenz hat sich im 20. Jahrhundert die Österreicherin Maria Lassnig mit sich beschäftigt, schließlich kennt man niemanden so gut wie sich selbst. Allerdings ging sie nicht den Weg von außen nach innen, sondern versuchte, gleich das Innenleben zu erfassen und dafür Bildsymbole zu erfinden. „Körperempfindungsbilder“ nannte sie die Ergebnisse. Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt nun eine Auswahl ihrer Arbeiten.


